
Die Wurzeln der Marchesi de’ Frescobaldi reichen über 700 Jahre zurück bis ins mittelalterliche Florenz, wo die Familie Anfang des 14. Jahrhunderts auf ihrem Anwesen Tenuta di Castiglioni im Val di Pesa mit dem Weinbau begann. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Familie Frescobaldi zu einflussreichen Bankiers und Kunstmäzenen – sie finanzierte englische Monarchen wie Heinrich VIII. und betreute Renaissancekünstler wie Donatello und Brunelleschi. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden ihre Weine am päpstlichen und englischen Hof serviert, was ihren Ruf für hervorragende Weine festigte.
Marchesi de‘ Frescobaldi: Sieben Jahrhunderte toskanisches Weinerbe
1855 führte Marchese Vittorio degli Albizzi Frescobaldi internationale Rebsorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot in die Toskana ein und veränderte damit das Weinbaupotenzial der Region. Ende des 19. Jahrhunderts baute die Familie 1894 in Pomino Italiens ersten Schwerkraftkeller, um die Weinherstellung zu rationalisieren und die Integrität der Trauben zu bewahren. Heute besitzt und betreibt Frescobaldi elf Weingüter in der Toskana, darunter Castello di Nipozzano, Castello di Pomino, Tenuta CastelGiocondo und Tenuta della Ammiraglia, die alle die Terroirvielfalt der Region zum Ausdruck bringen.
Unter der aktuellen Leitung fungiert Lamberto Frescobaldi als Vizepräsident und Produktionsleiter und leitet die Weinherstellung auf verschiedenen Weingütern, ohne dabei die Tradition zu vernachlässigen. Frescobaldi betont den einzigartigen Charakter jedes einzelnen Weinguts mit seinem Motto „Die Vielfalt der Toskana pflegen“ und sorgt so für terroirbetonte Weinstile im gesamten Portfolio. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Wert: Alle Weingüter sind seit 2012 AgriQualità-zertifiziert und setzen auf Solarmodule, holzbasierte Pyrolyseenergie und leichtere Flaschen, um ihre Umweltbelastung zu reduzieren.
Ein bemerkenswertes Projekt ist die Partnerschaft mit Gorgona, einer landwirtschaftlichen Strafkolonie auf einer toskanischen Insel. Dort bewirtschaften die Insassen Weinberge und produzieren Weine in limitierter Auflage, die die Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen. Frescobaldi fördert außerdem die zeitgenössische Kultur durch die Initiative „Artisti per Frescobaldi“, bei der aufstrebende Künstler mit ihren Anwesen zusammengebracht werden, um ortsspezifische Kunstwerke zu schaffen und jährliche Preise zu vergeben.
Jedes Gut produziert Weine, die zu seinem Terroir passen – vom Brunello di Montalcino in CastelGiocondo über den Superior Chianti Classico in Perano bis hin zu Bordeaux-Weinen in Ornellaia und Mormoreto. Ihre Weine wurden von internationalen Weinkritikern hoch gelobt, erreichten regelmäßig über 90 Punkte und landeten häufig auf den Top-Weinlisten weltweit. Frescobaldi produziert auch das native Olivenöl extra Laudemio und verbindet so sein Weinbauerbe mit hochwertiger Gastronomietradition.
Mit einem Erbe, das die politische, wirtschaftliche und kulturelle Geschichte von Florenz eng miteinander verknüpft, bleibt Frescobaldi ein Symbol toskanischer Exzellenz. Das Unternehmen verbindet tief verwurzelte Tradition mit Innovation – architektonisch, landwirtschaftlich, kulturell und weinbaulich – und schuf so eine Weindynastie, die weltweit geschätzt wird.
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Name: Marchesi de Frescobaldi
Anschrift: Via santo Spirito 11
PLZ, Ort: 50125 Firenze (FI)
Land: Italien
E-mail: info@frescobaldi.it
Web: www.frescobaldi.com